Modellbahn

Die Modellbahnanlage des Vereins wird von den Mitgliedern der Gruppe Modellbahn betrieben. Dabei fallen verschiedene Arbeiten an. So müssen nach jeder Ausstellung einige Ausbesserungen an der Landschaft vorgenommen und Gleisverwerfungen beseitigt werden. Im Digitalbereich gibt es auch immer was zu tun. Sei es Programmierung im Steuerprogramm (viele Ideen werden zu Ausstellungen geboren oder durch Hinweise aus der Bevölkerung aufgenommen) oder Umrüstung von Loks und Wagen (Beleuchtung).

Die Anlage ist in unseren Vereinsräumen auf der Jägerstraße in Dresden nicht aufgebaut und somit auch nicht zu besichtigen. Die Räume sind dazu zu klein bzw. durch den Bau der Erweiterungen ist natürlich kein Platz für viele Zuschauer.

Hier in Kurzform eine technische Beschreibung der Anlage:

Nenngröße H0, 1:87 16,5 mm Spurweite
Fahrzeuge Piko, Roco, Fleischmann, Kato, Gützold, Liliput, Trix
Abmessungen 4,00 x 1,50 m
Geissystem 2-Leiter-Sytem, Tillig Standardgleis (alte Ausführung)
Digitalsystem DCC-System, Intellibox der Fa. Uhlenbrock IB I/II
Steuerung per PC mit RailX
Lokdecoder Kühn, ESU
Weichendecoder Littfinski, IEK
Signaldecoder Kühn
Gleisbesetztmelder Eigenentwicklung
Rückmelder LocoNet/LocoNet-Bus
Thema/Epoche Anlage entspricht keinem konkreten Vorbild oder einer Epoche

Ausführliche weitere Informationen, auch zur Technik, s. Technikdetails.

Gleisplan                         

Der Gleisplan ist bewusst einfach gehalten. Mit dieser Anlage, komplett erstmalig digital aufgebaut, sollten Erfahrungen mit dieser Technik gesammelt werden. Es ging darum, alle Vor- und Nachteile dieser Steuerung zu ergründen. Die Anlage entspricht keinem realen Vorbild oder ist einer Epoche zugeordnet. 
In der Zukunft sollen Erweiterungen gebaut werden bzw. sind in Planung und bereits im Bau. Vorgesehen sind verschiedene Module, um eine flexible Anpassung an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten vornehmen zu können. Auf jeden Fall ist ein Abstellbahnhof im Bau, um einen abwechslungsreicheren Fahrbetrieb zu ermöglichen. Zurzeit sind die Züge bei einem Kreisverkehr nach 10 Sekunden wieder da. Dies soll sich ändern.

Somit fällt die jetzige Anlage sehr klein aus und kann zu Ausstellungen logistisch sehr gut transportiert werden.

Am 15.02.2008 war es soweit. Unsere 1. große Ausstellung mit der neuen komplett digital gesteuerten Anlage war herangerückt. Alle waren damals sehr aufgeregt. Ein paar historische Bilder davon sind vorne zu sehen.
Mittlerweile wurde unsere Clubanlage bereits auf vielen Ausstellungen erfolgreich gezeigt. Die Anlage wurde auch landschaftlich immer weiter perfektioniert. Immer wieder wird vom Fachpublikum das langsame und leise Fahren, Bremsen und Anfahren der Fahrzeuge bewundert. Selbst alte „PIKO-Schätzchen“, die auch viele Zuschauer zu Hause noch haben, bekommen durch die Digitalisierung ein ganz neues Fahrverhalten.

Die Anlage wurde komplett digital mit 2-Leiter-Gleissystem von Tillig (bei Digitalbetrieb spricht man nicht mehr von Gleich- oder Wechselstrombetrieb) aufgebaut. Nenngröße ist H0.  Als Zentrale wird die Intellibox (DCC) verwendet. Die Stromversorgung für die Verbraucher erfolgt komplett aus einem handelsüblichen Trafo mit 16V~/50VA/3.2A. Dies ist für eine erste Ausbaustufe ausreichend. Die Weichenantriebe werden ja nicht zugleich, sondern nacheinander geschaltet. Beleuchtung ist zurzeit keine vorgesehen und die LED´s der Signale kann man vernachlässigen.

Die folgenden zwei Bilder zeigen einmal den Gleisplan und dazu den daraus resultierenden Gleisplan zur Steuerung mit einem PC über das Programm railX.

 
An dieser Stelle möchte ich die eingesetzten Module und Decoder nennen und kurz beschreiben.

Fahrzeugdecoder

Zum Einsatz kommen Fahrzeugdecoder von Kühn und ESU. Diese haben sich bestens bewährt und zeigen sich auch mal robust gegenüber einem „schleichenden Kurzschluss“ auf der Anlage. Dieses Problem tritt bei kleinen Heimanlagen nicht auf, aber bei größeren Anlagen schon.  Der Kurzschluss tritt auf, aber die Zentrale schaltet noch nicht ab und das DCC-Signal am Gleis ist kein richtiges Signal mehr. Aus diesem Gund ist bei allen Decodern der Analogmodus ausgeschaltet. Sonst tritt der Effekt auf, dass alle Loks mit V-Max losrasen und ein regelrechtes Chaos auf der Anlage verursachen. Decoder von Lenz können wir bei uns nicht einsetzen. Nach langer Ursachenforschung liegt es an unseren speziellen Gleisbesetztmeldern.  

Da im Verein viele alte Piko-Loks vorhanden sind, wurden diese auf Digitalbetrieb umgerüstet. Geregelter Antrieb und hochfrequente Ansteuerung sind Grundvoraussetzung für einen samtweichen Lauf der alten Motoren. Am Getriebe wurden keinerlei Umbauten vorgenommen. Auch hier haben sich die Decoder von Kühn bewährt. 
Sounddecoder kommen nicht zum Einsatz, da auf Ausstellungen diese sowieso akustisch nicht wahrgenommen werden können. Zu Hause im geschützten Bastelraum ist dies natürlich anders.
Dies ist ein subjektiver Test auf unserer Anlage, mit unseren Fahrzeugen und Umgebung und soll auf keinen Fall eine Verallgemeinerung darstellen.

Weichendecoder

Zum Einsatz kommen durchweg die Motorantriebe MWA02S von ehemals Hoffmann aus Halle/Saale (jetzt im Direktvertrieb von Aspenmodel). Diese haben den Vorteil, dass sie einen Umschalter für die Herstückeinspeisung haben.  Alle Weichen sind mit einer Herstückeinspeisung versehen. Alles andere verursacht nur Fahrprobleme. Die Ansteuerung dieser Motoren erfolgt über 16V~. Als Decoder kommen Schaltdecoder von Littfinski SA-DEC-4-DC und Motorweichendecoder von IEK MWD1 zum Einsatz. Der MWD1 ist ausschließlich für die Hoffmannantriebe konzipert. Er hat den Vorteil, gegenüber LDT, dass er nach eine definierten Zeit abschaltet und sich auch preislich im Rahmen bewegt. Während den zahlreichen Ausstellungen seit 2008 sind bisher lediglich 2 Antriebe kaputt gegangen. Die folgende Abbildung zeigt alle Elemente für die Weichenantriebe.

Hoffmann-Antrieb

IEK-Decoder

LDT Schaltdecoder

 

Wir hatten auch vor, Servodecodern einzusetzen. Die Erfahrungen anderer Vereine bei Ausstellungen zeigt aber, dass es Probleme beim häufigen "Klimawechsel" gibt. Auch gilt, im geschützten Bastelraum zu Hause gehen die immer, da ständig fast gleiche Temperaturen und Luftfeuchte anliegen. Zu Ausstellungen kann es schon mal vorkommen, dass zu Beginn beim Aufbau 5 Grad in der Halle sind und am Ende der Veranstaltung dann 22 oder mehr. Diese großen Unterschiede führen dazu, dass die Endlagen nicht erreicht weden oder sich die Weichen überhaupt nicht bewegen. All diese Werden haben wir mit den Hoffmannantrieben nicht. 

Signale

Lichtsignale sind von Viessmann. Als Decoder zur Ansteuerung kommt hier der WD10 von Kühn zum Einsatz. Die funktionieren bestens und lassen sich gut programmieren. Die Lichtsignale werden direkt angesteuert. Signalbilder sind im Decoder hinterlegt. Für zukünftige Ks-Signal werden wir mal qdecoder testen.

Lichtsignal Viessmann

WD10 von Kühn

Rückmeldung

Bei einer Steuerung über PC mit Programm kommt diesen Bauteilen eine zentrale Bedeutung zu. Der Rechner muss zu jedem Zeitpunkt wissen, wo sich welcher Zug befindet. Dazu muss der gesamte Gleisverlauf in voneinander isolierte Abschnitte unterteilt werden. Wo und wie lang jeder Abschnitt sein sollte, möchte ich nicht näher ausführen. Dies ist in vielen Publikationen bereits beschrieben. Auf jeden Fall bestehen die Rückmelder beim 2-Leiter-Gleissystem immer aus zwei Bestandteilen. Dem Gleisbesetztmelder (GBM), der einen Stromverbraucher innerhalb eines Abschnittes erkennt, und der Aufbereitung des digitalen Signals zur weiteren Verarbeitung über eine Zentrale. Die Bauteile gibt es einzeln oder als Kombination.

Auf unserer Anlage kommen für den GBM selbst gebaute zum Einsatz. Diese haben den Vorteil, dass sie bei Kurzschluss nur den betroffenen Gleisabschnitt abschalten.

Als Rückmelder sind LocoNet-Rückmelder im Einsatz. Diese besitzen eine eigene Stromversorgung, haben störungssichere Verbindungen (fertige Kabel mit Westernstecker) und lassen sich vor allen Dingen direkt adressieren. Zum Einsatz kommen die LocoNet-Rückmelder (63350) von Uhlenbrock. Nicht wundern, dass diese eigentlich für den 3-Leiter-Betrieb vorgesehen sind, aber wie ich schon sagte, die Signalbildung nach Masse wird in den vorgelagerten GBM´s ausgeführt. 

Diese Art der Ausführung, GBM und Signalbildung getrennt, hat auch den Vorteil, dass bei einem Wechsel des Rückmeldebussystems nicht alles getauscht werden muss. Die GBM´s vor Ort am Gleis verbleiben und der Rest wird gewechselt. So bei uns geschehen, als wir s88 gegen LocoNet getauscht haben. 

LocoNet-Rückmelder Uhlenbrock

Übersicht der eingesetzte Komponenten an unserer Anlage

Aufbau der Anlage in Variante 1

Bisherige Teilnahmen an Ausstellungen

2008 Dresden Erlebnis Modellbahn
2009 Görlitz Modell+Bahn-Ausstellung Görlitz/Löbau
2009 Senftenberg Lausitzmodellbau
2010 Zwickau Westsächsischen Modellbahnausstellung
2012 Görlitz Modell+Bahn-Ausstellung Görlitz/Löbau
2012 Oschatz Jubiläums-Ausstellung SMV
2013 Hainichen  Modellbahnfreunde "Bahnhof Hainichen"
2014 Jöhstadt  Preßnitztalbahn
2014 Zwickau Westsächsischen Modellbahnausstellung
2014 Dresden Flughafen Dresden
2015 Senftenberg Lausitzmodellbau
2015 Dresden  Flughafen Dresden 
2016 Löbau Modell+Bahn-Ausstellung Görlitz/Löbau
2016 Hainichen Modellbahnfreunde "Bahnhof Hainichen"

Möchten Sie unsere Anlage bei einer Ausstellung mit dabei haben, so nehmen Sie bitte über die Kontaktseite Verbindung mit uns auf. Eine Kurzbeschrebiung als PDF-Datei kann hier geladen werden.

 

Bilderbogen von verschiedenen Ausstellungen unserer Anlage

Am 28.12.2014 fand im Terminal Flughafen Dresden eine 1. Modellbahnausstellung statt.
Bilder davon sind im Netz zu finden bei facebook Flughafen Dresden und  Modellbahnbundesamt

Modellbahnausstellung Pfingsten 2014 in Jöhstadt

Historische Bilder von unserer 1. Ausstellung zur Erlebnis Modellbahn 2008

Historische Bilder vom Bau der Modellbahnanlage